Aufklärung an die Bürger

Einleitung

Um den Bau der Westumgehung zu verhindern und um die Vorteile einzelner zu erhalten, wurden in der Vergangenheit auf Flyern und in Social Media von SPD, den Grünen und der BI4BI (teils durch Rechenfehler, teils bewusst) Falschinformationen verbreitet.

Die Westumgehung aufgrund falscher oder falsch interpretierter Informationen zu verhindern bedeutet, die aktuelle Situation zu erhalten und so die Sicherheit der Einwohner weiter zu gefährden.

Sollten die SPD, die Grünen und die BI4BI Kritikpunkte an der Planung haben, so begrüßen wir ein konstruktives Mitarbeiten sehr.
Die Westumgehung aber wegen lösbarer Probleme, oder wegen völlig überdramatisierter Situationen zu zerreden und damit beizutragen, dass diese gar verhindert wird, sorgt nur dafür, dass sich unsere Verkehrsprobleme auch in 50 Jahren noch nicht gelöst haben.

Leider konnten weder die SPD, die Grünen oder die BI4BI bisher machbare Alternativen vorbringen. Eine Neuplanung einzufordern verschiebt das Problem auch nur wieder um Jahrzehnte in die Zukunft.

Das so viel zitierte LKW-Verbot kann niemals realisiert werden und Tempo 30 löst das Verkehrsproblem nicht (zum LKW-Verbot und zur Tempo30-Kontrolle siehe auch hier und hier).

Uns liegen mehrere Schreiben der Kreisverwaltung vor, die dies ebenfalls bestätigen und die der SPD und den Grünen bekannt sind.

Zitate aus einem Schreiben vom 19.04.2018:

  • Bereits im Jahr 2005 hat der Rhein-Pfalz-Kreis im Rahmen eines „Runden Tisches“ mit allen Kreisgemeinden beschlossen, dass es kein „Sankt Florians-Prinzip“ für Durchfahrtsverbote geben kann und soll, um eine Neu- bzw. Mehrbelastung der Nachbarkommunen zu vermeiden
  • […] wurde durch Anordnung des Verkehrszeichen 30 km/h in gewissem Maße Rechnung getragen, was aber die Gesamtbelastung nicht grundsätzlich ändert.
  • Die derzeit einzige Lösung für die Entlastung der Anwohner an der L532 ist der Bau einer Ortsumgehung.

Wie kann man den Einwohnern eine Entlastung durch Maßnahmen suggerieren, wenn diese bekanntermaßen weder umsetzbar noch genügend sind?

Nach Verkehrsanalysen durch das LBM nimmt der LKW Verkehr z.Zt. 3% am Verkehrsaufkommen ein. Der Großteil des Verkehrs sind und bleiben Fahrzeuge die auch mit einem LKW-Verbot das Dorf weiterhin durchfahren werden.

Geht es hier nur noch um den Vorteil einzelner oder um parteiinterne Interessen?

1. Weniger Verkehr, weniger Lärmbelästigung, weniger Abgasbelastung

Mit der Realisierung der Westumgehung und der damit einhergehenden Reduktion des Verkehrs um über 50% werden gesundheitlichschädiger Lärm und Emissionen direkt im Ort deutlich verringern.
Das Land kommt mit der Realisierung der Westumgehung seiner Pflicht nach, Anwohner von gesundheitsschädigendem Lärm und Emissionen zu schützen.
 
Wer möchte sich vor unseren Kindern und zukünftigen Generationen für zukünftige Gesundheitsschäden verantworten, wenn die Westumgehung verhindert wird.

2. Die geplante Umgehung L532 neu kann nur zu einer Verkehrsberuhigung von ca. 20% im Ortskern Iggelheim führen. Laut den Grünen und BI4BI sogar nur 13,5%. Der Kosten-Nutzung-Faktor sei dadurch nicht gegeben.

Das ist leider ein Fehler in den Unterlagen. Bürgermeister Peter Christ hat diesen Fehler bei der Einwohnerversammlung am 05.05.2021 richtig gestellt.
Es sind nicht nur 50% des Durchgangsverkehrs, es sind über 50% des Gesamtverkehrs.

Der Nutzen-Kosten-Faktor eben gerade durch die hohe Entlastung des Gesamtverkehrs liegt bei 2,79 und das Bauvorhaben auf Platz 5 der Prioritätenliste in RLP.
 
Obwohl dieser Fehler längst durch den Bürgermeister Peter Christ berichtigt wurde, argumentieren SPD, die Grünen und BI4BI nach wie vor, dass der Nutzen der Westumgehung genau deswegen Zweifelhaft sei.
Die Ablehnung einer durch mehrerer Planungsbüros als alternativlos eingestuften Möglichkeit zur Verkehrsentlastung ist ein direktes Ja zur oben gezeigten Verkehrssituation.

3. Die Bürger wurden nicht in die Planung mit eingebunden.

Die Beteiligung und der Einsatz der Bürger sorgten erst dafür, dass nach über 2.000 Unterschriften und der überwiegenden Mehrheit die Analyse 1997 und die Planung durch das LBM 2007 begann.
Seit über einem Jahrzehnt wird die Westumgehung geplant – nicht erst seit letztem Jahr.

In 44 öffentlichen Sitzungen konnten sich alle Bürger einbringen. Hier zeigt eine Einladung aus 2007, dass schon damals die Thematik in öffentlichen Sitzungen besprochen wurde:

Bei der Einwohnerversammlung am 05.05.2021 wurde die Westumgehung nochmals in allen Details erklärt:

Das der ein oder andere von der Planung nichts mitbekommen hat mag sein – nicht jeder liest eben das Amtsblatt oder interessiert sich dafür.
Geheim war hier aber nie etwas und alle Unterlagen sind schon immer für jeden einsichtlich.

4. SPD aktuell: Durchgangsverkehr raus aus Iggelheim

Wie sich die Zeiten ändern:
Im Dezember 2007 berichtete die SPD in der SPD aktuell über das bis dahin schon lange aktuelle Thema und machte sich für eine Entlastung Iggelheims stark.

Machte man sich damals noch stark für die Entlastung Iggelheims und nutzte dieses Thema sogar für den Wahlkampf, so scheint heute das Interesse einzelner wichtiger zu sein als das Gemeinwohl.
Anders ist es uns nicht zu erklären, weshalb nun mit keinerlei umsetzbarer Alternativlösungen und Falschinformationen gegen die Westumgehung gearbeitet wird.

5. Weder die Neubausiedlung am Oberfeld noch der geplante Bau der Berufsschule wurden bei der Planung berücksichtigt

Das Oberfeld wird nicht angeschlossen, eben zur dauerhaften und künftigen Verkehrsberuhigung für die dort wohnenden Bürger.
Sehr gut in der Präsentation von Herrn Bürgermeister Peter Christ in der Bürgerversammlung dargestellt und erklärt, auch wo die Anbindung der neuen Schule erfolgen soll. Somit wird das neue Schulzentrum über die Westumgehung von außerhalb kommend erreichbar sein.

Erst letztens gab es im Arbeitskreis Verkehr einen Antrag vom Oberfeld von 15 betroffenen Bürgern, die eine Durchfahrt nur für Anlieger forderten.
Über solche Probleme werden wir uns nach dem Bau der Umgehung künftig nicht mehr unterhalten müssen.
Auch wird diese zukunftsweisende Schule dazu beitragen, wichtige und dringend benötigte Ausbildungsplätze in sozialen Bereichen in der Region neu zu schaffen.

Haltlose Argumente von der SPD, den Grünen und der BI4BI und irreführende Darstellung durch die Medien (wie Rheinpfalz) für alle Bürger von Böhl-Iggelheim.

6. Durch die neue Umgehung entsteht eine neue Lärmquelle mitten durch den Ort.

Falsch ist:
Die Umgehungsstraße wird nicht „mitten durch den Ort“ geführt. Sie wird zwischen Böhl und Iggelheim verlaufen. Dort wo schon jetzt eine Zugstrecke verläuft.

Richtig ist:
Der Verkehr läuft bereits mitten durch den Ort und zerteilt Iggelheim.
Die Bilder sprechen für sich: mehr Verkehr geht nicht!
Der Verkehr ist bereits da, die Kapazität der Straßen ist am Limit und schon weit drüber.

Im linken Bild zu sehen: der aktuelle Zustand.
Im rechten Bild zu sehen: der Verlauf der Westumgehung

Von einer „neuen Lärmquelle mitten im Dorf“ kann hier kaum die Rede sein. Wie der aktuelle Zustand zeigt, befindet sich die Lärmquelle bereits im Dorf.

Die Lärmquelle und nicht zu vergessen die Abgase und der Feinstaub werden außerhalb und nicht mehr im Ort sein.
Wie die FWG bei der Einwohnerversammlung berichtet hat, sind fast 400 Wohneinheiten mit der Lärmquelle in 90cm Abstand belastet.
Unerwähnt die vielen Hundert Einwohner entlang der Schleichwege.

Derzeit führen die Straßen über 7.000 Fzg/24h.
Der erwartete Verkehr auf der Umgehungsstraße liegt bei ca. 6.300 Fzg/24. Da diese Fahrzeuge heute bereits direkt durchs Dorf fahren, werden diese Straßen durch die Umgehungsstraße direkt entlastet.

7. Die Kappung der Straße nach Schifferstadt sorgt für weitere Wege und eine höhere Umweltbelastung.

Damit die Westumgehung angenommen wird, MUSS dieser Weg sogar gekappt werden. Wer wird den Weg über die Umgehung fahren, wenn er einfach durchs Dorf fahren kann.
Dass der Weg von Iggelheim nach Schifferstadt nun etwas weiter ist stimmt, aber:

  • Der Weg aus Böhl ist dafür kürzer
  • Sollte es an ein paar Metern mehr, die wir im Auto sitzen (mit Heizung/Klima und Musik), nicht scheitern.

Aber machen wir den Vergleich:

Von der Shell nach Schifferstadt

Von der Shell in Richtung Schifferstadt bis zu der Stelle, an der die L532 (neu) beginnen wird, sind es derzeit ca. 560m. Hier wird sich ein Mehrweg ergeben.
Mit der Umgehungsstraße muss die Fahrt zum Kreisel und zurück gefahren werden. Diese Strecke beträgt dann ca 1.3km, also ein Mehrweg von ca. 800m.

Bei einer gefahrenen Geschwindigkeit von nur 50km/h (aber einen eventuellen kurzen Stopp am Kreisel nicht mitgerechnet), wird ein eine Mehrzeit von gerade einmal nur 57s fällig. Diese 57s werden wir sitzend, mit Heizung/Klima und Musik zurücklegen. Daran sollte das Vorhaben und die Zukunft unseres Dorfes und unserer Kinder nun wirklich nicht scheitern.

Von Böhl nach Schifferstadt

Von Böhl kommend an den Anschlusspunkt der neuen Umgehung sind es aktuell ca. 1,1km. Mit der neuen Anbindung sind es im Anschluss nur noch ca. 760. Also ca. 400m weniger.

Da wir Böhl-Iggelheim als Ganzes betrachten, gleichen sich die Strecken doch +/- aus.

Einseitige und unvollständige Betrachtung dieser Situation.
Vorher waren die Wege aus Böhl länger und aus Iggelheim kürzer. Nun wird es umgekehrt sein.
In der Summe ergibt sich für Böhl-Iggelheim keine nennenswerte Änderung.

8. Die für Iggelheim wichtige temperaturausgleichende Frischluftschneise aus Westen bricht weg.

Da die neue Straßentrasse nur 1,00 m -2,00 m über dem Ursprungsgelände liegt, stellt sie innerhalb der breitflächigen Kaltluft-/Frischluftströmungen zwischen dem Haardtrand und der Rheinebene kein erhebliches Strömungshindernis dar.Die Neuversiegelung wird als zusätzlicher Erwärmungseffekt aufgrund der schmalenli-nienförmigenStraßentrasse im Bereich der weiträumigen unter der Erheblichkeitsschwelle bewertet.
 
Vom geplanten Straßenbauvorhaben gehen keine erheblichen Umweltauswirkungen in Bezug auf das globale Klima aus.

9. Die Ampelanlage im Ortsmittelpunkt soll wegfallen (Flyer BI4BI)

Das ist falsch. Die Planungsunterlagen beschreiben den Rückbau der Ampelanlage am Kontenpunkt L532 / L528 / Eisenbahnstraße.

Das ist nicht die Ampelanlage im Ortsmittelpunkt, sondern die Ampelanlage an der Shell-Tankstelle. Diese wird aufgrund des Rückbaus der L532 nicht mehr benötigt.

Hier werden die Bürger bewusst mit Falschinformationen versorgt um die Umgehungsstraße für die Interessen einzelner zu verhindern.

10. Die Unterbrechung des Holzweges führt zu signifikanten Nachteilen für die beiden Gemeinden (Flyer SPD)

Wie von Bürgermeister Peter Christ während der Bürgerversammlung erläutert, wird hier eine Bedarfsampelanlage angeregt.

Die Anbindung an den Holzweg zu Fuß oder mit Rad (zum Beispiel JUZ oder Unterführung nach Böhl) wird weiterhin möglich sein und wie gewohnt beide Ortsteile verbinden.
Es findet lediglich eine Kappung für KfZ in Richtung Iggelheim statt. Von der Umgehung kommend wird es weiterhin die Möglichkeit geben nach Böhl in den Holzweg einzubiegen.

Mit der Realisierung der Westumgehung können künftig die Bürger aus Böhl kommend nicht nur den einen offiziellen Weg über die L528 sondern neu auch über die Auf- und Abfahrt an der neuen L532 am Holzweg in Richtung Schulzentrum oder Kreisel am Penny Markt die Gemeindeverwaltung, das Schul- Sportzentrum mit den Einkaufsmärkten an der Shell-Tankstelle erreichen. Auch werden die beiden Ortsteile neu über die L532 miteinander zusätzlich verbunden sein.
Schleichwege von Böhl über den Holzweg über die Straße am Schwarzweiher oder über die Römerstraße entfallen.

Dieser Rückbau kein Nachteil, sondern ein Vorteil durch die bessere Anbindung durch offizielle Wege für alle Bürger.
Auch ist dieser Rückbau ein Vorteil für alle Anwohner im Bereich Neubaugebiet, wie Sandgasse, Goldböhlstr., Oberkreuzstr., Römerstraße um Schleichwege zu vermeiden und vom Durchgangsverkehr verschont zu bleiben.
 
Alle fordern die Schleichwege in diesen Bereichen besser zu überwachen, aber nur wenigen ist bekannt, dass dies mit der Westumgehung der Vergangenheit angehören wird.

11. Es wird – insbesondere am Holzweg – keine sicheren Querungsmöglichkeiten geben.

Dieser Punkt bringt für viele die meisten Fragezeichen ins Gesicht: wie sicher sind die Überquerungen?
Die aktuelle Planung sieht für die Überquerung am Holzweg eine Querungshilfe vor und am neugebauten Kreisel eine Unterführung.
 
Die Querungshilfe am Holzweg wird nun aber pauschal als zu unsicher bezeichnet.
Hierzu ein Vergleich mit der aktuellen Situation:
 
Die Langgasse und die Eisenbahnstraße führen derzeit über 7.000 Fzg/24h. Dennoch gibt es hier an zwei Stellen lediglich eine Querungshilfe.
Hier die Belastung an den Knotenpunkten und die Querungshilfe in der Eisenbahnstraße:

Ähnlich sehen die Querungshilfen an der L528 aus, die ebenfalls ca. 7.000 Fzg/24 führt. Hier fahren die Fahrzeuge zudem mit Geschwindkeiten von 70 km/h und mehr:

Das erwartete Verkehrsaufkommen der Umgehung liegt bei ca. 6.300 Fzg/24h und liegt somit unter dem Verkehrsaufkommen, das wir schon jetzt im Dorf haben.
Hier die Prognose entlang der Umgehungsstraße (Q15/Q17):

Da die neue Westumgehung in der Hauptsache den Verkehr führen wird, der dann nicht mehr durch Iggelheim fährt, reduziert sich aber gleichzeit das Aufkommen in allen Straßen und an allen Querungspunkten.

Ein Nein zur Westumgehung aufgrund eines Querungspunktes, an dem 6.300 Fzg/24h erwartet werden (und alle anderen Querungspunkte auf 2.000-4.500 Fzg/24 reduziert), ist ein Ja zu über 7.000 Fzg/24h an allen anderen Querungshilfen.
Zudem bemüht sich die Gemeinde darum, dass die Querungshilfe am Holzweg mit einer Bedarfsampelanlage ausgestattet wird. Trotz ähnlichem Verkehrsaufkommen wird die Querung am Holzweg dann sogar sicherer als an den anderen Querungen.

12. Von Fußgängern und Radfahrern, als auch von landwirtschaftlichem Verkehr häufig genutzte Feldwege werden durch die Umgehung unbenutzbar unterbrochen.

Für den landwirtschaftlichen Verkehr sind mehrere Anbindungen an die Feldwege vogesehen. Alle Wege werden für Fußgänger, Radfahrer, auch in Absprache mit der Landwirtschaft, nutzbar sein.

13. Durch die fehlende Anbindung von der Umgehungsstraße an die Römerstr. ist die Zufahrt der Sicherheits- und Rettungskräfte nicht mehr gewährleistet.

Für die Sicherheits- und Rettungskräfte entsteht ein zusätzlicher Rettungsweg. So können Sie im Einsatzfall aus dem Gerätehaus auf den Römerweg bis zur Kreuzung Sandgasse/Holzweg/Herrenweg fahren.
Dort nehmen sie wie gewohnt den weiterhin bestehenden Holzweg zur neuen Anschlussstelle auf die Westumgehung und fahren von dort in alle Richtung.

Somit haben sie auf dem Weg zur Einsatzstelle keine Hindernisse wie zum Beispiel zugeparkte/enge Straßen oder Baustellen zu erwarten.

Die schwer zu verstehende Behauptung der SPD… (Flyer)
„Die Erreichbarkeit der südlichen Bereiche von Böhl für die Feuerwehr wird deutlich verschlechtert und muss mittels Kreisel sicher gestellt werden.“
…trifft somit nicht zu.
 
Die Anbindung wird durch die Westumgehung (siehe oben und in den Zeichnungen) signifikant besser, da neben der besseren Erreichbarkeit von Böhl auch zusätzliche Rettungswege nach Iggelheim entstehen.

14. Der Verkehr könne durch ein Durchfahrtsverbot von LKWs und landwirtschaftlichem Verkehr entlastet werden.

Schön wäre es, aber:

  • Das Durchfahrtsverbot wurde bereits 6 mal ergebnislos eingereicht. Es fehlen eben gerade die Umfahrungsmöglichkeiten um dies zu realisieren.
  • Der überwiegende Anteil der Fahrzeuge würde nach wie vor Autos bleiben (3% Schwerlastanteil) und an der ansonsten gefährlichen Situation würde sich nichts ändern.
  • Ein Großteil des LKW-Verkehrs im 75km-Umkreis wird vom Durchfahrtsverbot ausgenommen sein.

Die Grünen haben in Ihrem Statement während der Einwohnersammlung am 05.05.2021 zugegeben, dass jeder Antrag bisher abgelehnt wurde.
Das hat auch gute Gründe, die hier nachlesbar sind.
Dennoch wird die Illusion aufrecht erhalten („aber wenn wir das Durchfahrtsverbot nur hätten“), die Westumgehung mit einem LKW-Verbot verhindern zu können.
 
Ein Nein zur Westumgehung aufgrund der Hoffnung, ein Durchfahrtsverbot komme und brächte die Lösung, ist ein Ja zur aktuellen Situation.
Denn ein Durchfahrtsverbot ist ohne alternative Route nicht realisierbar ist. Mit der Westumgehung umfahren die LKWs und der landwirtschaftliche Verkehr das Dorf aber ohnehin.

15. Kontrolliertes Tempo 30 sorgt für mehr Sicherheit.

Zunächst bleiben 7000 Fahrzeuge – auch wenn diese Tempo 30 einhalten – eben 7000 Fahrzeuge.
 
Aber zur Kontrolle:
Tempo 30 kann nicht so einfach kontrolliert werden, hier nachlesbar
 
Wir alle kennen die wenigen Tage im Jahr, wenn am Ortsausgang Iggelheim kontrolliert wird. Innerhalb einer Stunde ist jeder über Facebook, WhatsApp informiert.
Ja es stellen sich sogar Autofahrer bewusst an den Rand und geben Lichthupe.
 
Und: Wir erreichen unser Ziel auch nicht, wenn wir jedem Temposünder einen Strafzettel verpassen. Das Kind ist dann bereits in den Brunnen gefallen.

16. Dann sind wir mit allem zufrieden?

Die aktuelle Planung der Westumgehung kann an manchen Stellen noch verbessert werden – dafür setzen wir uns ein.
So werden von der Gemeindeverwaltung und von der BI Westumgehung ebenfalls Anträge eingereicht.
Wie in der Bürgerinformation am 05.05.2021 von Bürgermeister Peter Christ erläutert, wird sich u. a. für die folgenden Verbesserungen eingesetzt:

  • Die Umgehungsstraße soll ein Tempolimit von 70km/h erhalten
  • Die Querungshilfe am Holzweg soll mit einer Bedarfampelanlage ausgestattet werden

Lasst uns diese Westumgehung gemeinsam gestalten, denn es gibt keine hinreichende Alternative um das Verkehrsproblem zu lösen:

  • Durchfahrtsverbote werden immer wieder abgelehnt, da hier die Ausweichrouten fehlen
  • Tempo 30 kann nur an Unfallschwerpunkten kontrolliert werden
  • Der Verkehr ist im Dorf jetzt schon schlimmer, als er auf der Umgehungsstraße jemals sein wird
  • E-Autos werden aufgrund des Abrollgeräusches und der durch die EU-Verordnung 540 vorgeschriebenen Geräusch-Pflicht niemals „leise“ sein
  • Keine der Maßnahmen sorgt für weniger Verkehr und mehr Sicherheit

Anstatt die Westumgehung mitzugestalten, konzentrieren sich SPD, die Grünen und BI4BI darauf, die Westumgehung mit Falschinformationen zu zerreden und so billigend in Kauf zu nehmen, dass sich an der Verkehrssituation und Sicherheit nie etwas ändern wird.